Alle Informationen zum

Zirkus Fritzantino

fritzantino_0021.png
fritzantino_0244.png
fritzantino_0240.png

Das Projekt



Wie alles begann…

„Lasst uns doch mal einen Zirkus machen!“ mit dieser Idee starteten vor nunmehr fast 40 Jahren zwei hauptamtliche pädagogische Mitarbeiterinnen des Fritz- Henßler Hauses ihren damals noch als Pionierarbeit zu bezeichnenden Arbeitseinsatz rund um den Zirkus Fritzantino. Was als Projektidee für ein Sommerfest der Offenen Tür des Haus der Jugend im Jahre 1977 begann, ist nun aus der pädagogischen Landschaft des Dortmunder Jugendamtes und darüber hinaus nicht mehr wegzudenken.

In den Anfängen sprach noch niemand von Zirkuspädagogik. Wilde Löwendressuren tobten durch die im Gartensaal improvisierte Manege und der stärkste Mann der Welt vollführte seinen Kraftakt vor den Augen der staunenden Eltern, die ihre Kinder mit tosendem Applaus überschütteten. Erst nach erfolgreicher Beendigung der ersten Idee des „Zirkus Spielens“ erkannten die hiesigen Pädagogen den großen individuellen Wert dieses Mediums für alle teilnehmenden Kinder und Jugendlichen. Die Kinder forderten weitere Zirkuseinheiten und ließen mit ihren Nachfragen nicht ab. Die Methoden des Zirkusses und die damit verbundene Anziehungskraft auf die Besucher der Offenen Tür führten schnell zu einer wöchentlichen Trainingsstruktur, in der sich jedes Kind und jeder Jugendliche nach persönlichem Können einbinden konnte und auch gerne ließ.

So etablierten sich die verschiedenen Zirkusdisziplinen wie Akrobatik, Jonglage, Zauberei oder Clownerie sowie vieles mehr. Bald schon erfasste auch die übrigen Mitarbeiter der Offenen Tür das Zirkusfieber.
Sie bildeten sich fort, um den nicht abreißenden Wissensdurst nach Kunststücken und Tricks der Kinder stillen zu können. Der Zirkus Fritzantino war zu einem Gemeinschaftsprojekt des Hauses geworden und blieb dies über viele Jahre.
Dem Wandel der pädagogischen Arbeitsstruktur des Hauses geschuldet, aber auch bedingt durch die Tatsache das die Kinder und Jugendlichen in ihrem zirzensischen Können ein höheres Niveau erreichten, wurden teilweise Trainer aus anderen Zirkussen und sogar Profiartisten verpflichtet um die Kinder in ihrer Entwicklung weiter zu fördern. Die Zirkusfamilie Fritzantino wuchs weiter. Es folgten Gastauftritte in verschiedenen Institutionen, anderen Zirkussen und auf Zirkusfestivals. So sind als Highlights der vergangenen Jahrzehnte z.B. die Teilnahmen an verschiedenen großen Zirkusfestivals in Köln, Hannover und Mannheim in den 90ern zu nennen.
Der Zirkus Fritzantino war aber auch selber Ausrichter eines internationalen Festivals, zuletzt im Jahre 2000 mit dem Zirkusfestival Circodo. 
 

Kinder kamen und wurden zu jungen Erwachsenen und der Zirkus Fritzantino begleitete sie dabei.
Der Zirkus war sowohl Sozialisationsinstanz als auch eine zweite Familie für hunderte junger Menschen aus Dortmund und Umgebung. Viele gingen nach dem Erwachsenwerden, doch manche blieben hier.
So besteht der momentane Trainerpool in großen Teilen aus einer Generation ehemaliger Zirkuskinder mit einem hohen Maß an Zusammenhalt und einer starken Identifikation mit „ihrem Zirkus Fritzantino“!
Seit seiner Gründung präsentiert der Zirkus Fritzantino jedes Jahr ein neues zweistündiges Programm, das zur Zeit von 65 Kindern und Jugendlichen im Alter von 8 - 23 Jahren gestaltet wird. In diesem Zusammenhang ist auch erwähnenswert, dass Kinder und Jugendliche verschiedener Herkunft und Nationalität das Programm gestalten.Neben der Auftrittsgruppe sind weitere 85 Kinder in verschieden Grundlagentrainings.

Trainiert wird von Montag bis Freitag in verschiedenen Gruppen unter fachkundiger Leitung unsere Zirkustrainer. Workshops mit professionellen Artisten als Gasttrainer haben erheblich zur Weiterentwicklung des Programms beigetragen. Heute bietet das zweistündige Zirkusprogramm eine bunte Palette der Zirkuskunst: Artistik, Jonglage, Zauberei, Clownerie, Balancekünste und vieles mehr.
fritzantino_0240.png
fritzantino_0054.png
fritzantino_0243.png

Zirkuspädagogik- mehr als ein Medium

 

Mit den vergangenen Jahrzehnten hat die Zirkuspädagogik als Methode in der pädagogischen Arbeit mit Menschen aller Altersstufen immer mehr an Bedeutung gewonnen. Neben wissenschaftlichen Studien, die nun fundiert beweisen, dass koordinierte Bewegungen, wie wir sie beispielsweise in der Jonglage finden, das Gehirnwachstum sowie die Zusammenarbeit beider Gehirnhälften fördern, hat sie sich in der praktischen Arbeit sozusagen als didaktisches Medium etabliert. Dies liegt nicht nur in ihrem hohen Aufforderungscharakter begründet, sondern auch in ihrer Vielfältigkeit der Einsetzbarkeit.
Der Zirkus kennt keine Unterschiede. Zirkus ist sprachübergreifend und bietet  Menschen mit verschiedensten Voraussetzungen einen idealen Lernort der Selbstbewusstseins- und Identitätsausbildung.

Artistische Höchstleistungen, Konkurrenz- und Wettkampfgedanken rücken dabei in den Hintergrund.
Im Vordergrund stehen der Spaß an der Sache selbst und das intensive Gemeinschaftserlebnis.

In der Manege sind wir alle gleich!

 

fritzantino_0020.png

Was bisher geschah...


Einen Überblick über vergangene Projekte finden Sie in unserer Auftrittsgalerie.
Denn manchmal sagt ein Bild mehr als tausend Worte...

Finde uns